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Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis Engagement Zuverlässigkeit Teamfähigkeit Eigeninitiative Zielstrebigkeit Verantwortungsbewusstsein Kommunikationsstärke Flexibilität Lernbereitschaft Belastbarkeit

Arbeitszeugnis Bedeutung

Ein Arbeitszeugnis ist ein Dokument, das der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer nach Beendigung des ArbeitsverhĂ€ltnisses ausstellt. Es enthĂ€lt eine Beurteilung der Leistungen und des Verhaltens des Arbeitnehmers wĂ€hrend der BeschĂ€ftigungsdauer. Das Zeugnis hat sowohl fĂŒr den Arbeitnehmer als auch fĂŒr den Arbeitgeber eine große Bedeutung und unterliegt bestimmten rechtlichen Vorgaben.

Rechtliche Grundlagen

GemĂ€ĂŸ § 109 GewO hat der Arbeitnehmer bei Beendigung eines ArbeitsverhĂ€ltnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Das Zeugnis muss mindestens Angaben zu Art und Dauer der TĂ€tigkeit (einfaches Zeugnis) enthalten. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass sich die Angaben darĂŒber hinaus auf Leistung und Verhalten im ArbeitsverhĂ€ltnis (qualifiziertes Zeugnis) erstrecken.

Das Zeugnis muss klar und verstĂ€ndlich formuliert sein. Es darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als aus der Ă€ußeren Form oder aus dem Wortlaut ersichtliche Aussage ĂŒber den Arbeitnehmer zu treffen.

UnterstĂŒtzung bei der Erstellung und ÜberprĂŒfung von Arbeitszeugnissen

Die Anwaltskanzlei Konny Brauns in Haan unterstĂŒtzt Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Erstellung und ÜberprĂŒfung von Arbeitszeugnissen. Wir stellen sicher, dass das Arbeitszeugnis den rechtlichen Anforderungen entspricht und eine faire und angemessene Beurteilung des Arbeitnehmers enthĂ€lt. Bei Unklarheiten oder Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Zeugnis setzen wir uns engagiert fĂŒr die Interessen unserer Mandanten ein.

Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Arbeitszeugnis

Kommt es zu Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Arbeitszeugnis, kann es notwendig werden, gerichtliche Schritte einzuleiten. Die Anwaltskanzlei Konny Brauns in Haan vertritt Arbeitgeber und Arbeitnehmer in arbeitsrechtlichen Streitigkeiten vor den Arbeitsgerichten. Hierbei geht es beispielsweise um die KlĂ€rung von Fragen im Zusammenhang mit der Beurteilung im Arbeitszeugnis oder um die Geltendmachung von SchadensersatzansprĂŒchen aufgrund eines unangemessenen Arbeitszeugnisses.

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FAQ: Wissenswertes, Fragen und Antworten zum Thema

Welche rechtlichen Grundlagen gibt es fĂŒr Arbeitszeugnisse?

Arbeitnehmer haben gemĂ€ĂŸ §§ 630 BGB, 109 GewO Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis.

Wie lange hat der Arbeitgeber Zeit, ein Arbeitszeugnis auszustellen?

Der Arbeitgeber muss das Zeugnis innerhalb angemessener Frist ausstellen, in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Beendigung des ArbeitsverhĂ€ltnisses. Eine lĂ€ngere Frist kann zulĂ€ssig sein, wenn der Arbeitgeber berechtigte GrĂŒnde dafĂŒr hat.

Welche Bestandteile muss ein Arbeitszeugnis enthalten?

Das Arbeitszeugnis muss bestimmte Angaben enthalten, wie zum Beispiel die Dauer des ArbeitsverhĂ€ltnisses, die TĂ€tigkeiten des Arbeitnehmers, eine Beurteilung der Arbeitsleistung und des Verhaltens sowie eine Schlussformel. Die Formulierungen mĂŒssen wohlwollend und klar sein.

Kann ich als Arbeitnehmer das Arbeitszeugnis ablehnen, wenn ich mit der Bewertung nicht einverstanden bin?

Ein Arbeitnehmer kann ein Arbeitszeugnis nicht einfach ablehnen. Allerdings hat er das Recht, Änderungen und ErgĂ€nzungen zu verlangen, wenn das Zeugnis unvollstĂ€ndig oder fehlerhaft ist oder den Arbeitnehmer benachteiligt.

Kann ein Arbeitgeber auch ein einfaches Arbeitszeugnis erteilen?

Ja, ein einfaches Zeugnis muss aber mindestens Angaben zu Art und Dauer der TĂ€tigkeit enthalten. 

Was ist ein qualifiziertes Arbeitszeugnis?

Ein qualifiziertes Zeugnis enthĂ€lt neben den Angaben zu Art und Dauer der TĂ€tigkeit eine ausfĂŒhrliche Beurteilung der Arbeitsleistung und des Verhaltens des Arbeitnehmers.

Darf der Arbeitgeber den Arbeitnehmer durch ein schlechtes Arbeitszeugnis benachteiligen?

Nein, ein Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer durch ein schlechtes Zeugnis nicht benachteiligen. Das Arbeitszeugnis muss „wahr“ und „wohlwollend“ sein.

Gibt es eine „geheime“ Zeugnissprache?

Offene Kritik des Arbeitgebers ist in der Zeugnissprache verboten. FĂŒr versteckte Kritik und die Benotung verwenden Arbeitgeber jedoch Codierungen in der Zeugnisformulierung, die fĂŒr den nĂ€chsten Arbeitgeber einfach zu entschlĂŒsseln sind und ihm die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers in tatsĂ€chlicher Hinsicht offenbaren.

Wie lange ist ein Arbeitszeugnis gĂŒltig?

Ein Arbeitszeugnis hat keine zeitliche Begrenzung. Es bleibt gĂŒltig, solange es keine Änderungen oder ErgĂ€nzungen gibt.

Wie kann ich sicherstellen, dass mein Arbeitszeugnis keine negativen Codierungen enthÀlt?

Um sicherzustellen, dass die Formulierungen im Zeugnis nicht nachteilig sind, empfiehlt es sich, einen Anwalt fĂŒr Arbeitsrecht hinzuzuziehen. Die Anwaltskanzlei Konny Brauns in Haan unterstĂŒtzt Sie gerne bei der EntschlĂŒsselung der Zeugnissprache.

Muss der Arbeitgeber alle TĂ€tigkeiten im Arbeitszeugnis auffĂŒhren?

Ja, der Arbeitgeber ist verpflichtet, alle TĂ€tigkeiten aufzufĂŒhren, die der Arbeitnehmer wĂ€hrend des ArbeitsverhĂ€ltnisses ausgeĂŒbt hat. Es ist nicht zulĂ€ssig, TĂ€tigkeiten auszulassen oder zu verkĂŒrzen, wenn diese fĂŒr die Beurteilung der Arbeitsleistung relevant sind.

Kann ein Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis vor Gericht angreifen?

Ja, ein Arbeitnehmer kann die Änderung und/oder Berichtigung des Arbeitszeugnisses vor Gericht verlangen, wenn es unzulĂ€ssige Formulierungen enthĂ€lt oder den Arbeitnehmer benachteiligt. In einem solchen Fall kann der Arbeitnehmer SchadensersatzansprĂŒche geltend machen.

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