Mit Herz ♄ und Biss
fĂŒr Ihr Recht ✓

Testament

Testament Erbe Testierfähigkeit Testamentsvollstreckung Verfügung von Todes wegen notarielles Testament eigenhändiges Testament Erbfolge Nacherbe Vermächtnis Testamentsgestaltung

Was ist ein Testament?

Darunter versteht man eine letztwillige VerfĂŒgung, die eine Person vor ihrem Tod trifft und darin festlegt, wer welche Vermögenswerte erhĂ€lt und wie der Nachlass aufgeteilt werden soll.

Welche Arten von Testamenten gibt es?

Es gibt zwei Arten von letztwilligen VerfĂŒgungen: das private und öffentliche Testament. Das private Testament wird von der Person selbst geschrieben, das öffentliche wird von einem Notar nach Ihren WĂŒnschen aufgesetzt. Das notarielle Testament wird immer amtlich verwahrt und nach dem Tod des Erblassers eröffnet.

Welche Formerfordernisse mĂŒssen beim Testament beachtet werden?

Beim handschriftlichen Testament mĂŒssen Formerfordernisse beachtet werden, damit es wirksam ist. Auch muss der Testator zum Zeitpunkt der Errichtung des Testamens testierfĂ€hig sein. Ehepaare dĂŒrfen eine gemeinschaftliche Nachlassregelung errichten. Bei Unwirksamkeit des Testaments tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Wer darf kein Testament errichten?

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dĂŒrfen kein Testament errichten. Von 16 bis 18 Jahren darf man zwar bereits Vorsorge fĂŒr seinen Todesfall treffen, jedoch nur mit einem notarielle ErbverfĂŒgung.

DĂŒrfen Pflichtteilsberechtigte ĂŒbergangen werden?

Nicht ĂŒbergangen werden können die Pflichtteilsberechtigten. Dem ĂŒberlebenden Ehegatten sowie den Kindern und Kindeskindern des Erblassers steht bei einer testamentarischen Enterbung von Gesetzes wegen der sogenannte Pflichtteil in Höhe der HĂ€lfte ihres gesetzlichen Erbteils zu.

Ein Entzug des Pflichtteils ist nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich, etwa, wenn der Pflichtteilsberechtigte sich eines Verbrechens gegen den Erblasser schuldig gemacht hat. Der Grund fĂŒr die Pflichtteilsentziehung muss zum Zeitpunkt der Errichtung des Testaments bereits bestehen und in der Nachlassregelung auch klar und eindeutig genannt werden.

Der Pflichtteilsanspruch kann auch nicht dadurch vereitelt werden, dass der Pflichtteilsberechtigte zwar im Testament bedacht wird, aber weniger als die HÀlfte seines gesetzlichen Erbteils erhalten soll. In diesem Fall hat der Pflichtteilsberechtigte einen Anspruch auf einen Zusatzpflichtteil bis zur Höhe der HÀlfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Wo soll das Testament aufbewahrt werden?

Aufbewahren können Sie Ihr Testament, wo Sie wollen. Wenn Sie niemanden darĂŒber informieren, besteht jedoch die Gefahr, dass die Nachlassregelung nach dem Tod beiseite geschafft wird, verloren geht oder vergessen wird. Daher sollten Sie eine Person Ihres Vertrauens darĂŒber informieren oder es von einem Anwalt verwahren lassen.

Sie können das Testament auch beim Amtsgericht in amtliche Verwahrung geben, mĂŒssen dafĂŒr aber eine GebĂŒhr bezahlen, die immer wieder anfĂ€llt, sobald Sie dies Ă€ndern.

Kann ein Testament geÀndert werden?

Solange TestierfĂ€higkeit vorliegt, kann eine Nachlassregelung jederzeit geĂ€ndert werden. Eine handschriftliche ErbverfĂŒgung kann durch Vernichtung der Urkunde aus der Welt geschafft werden.

Anwaltliche UnterstĂŒtzung bei erbrechtlichen Fragen

Vor der Abfassung eines Testaments sollte rechtskundiger Rat eingeholt werden, insbesondere wenn hohe Vermögenswerte vorhanden sind oder die Nachfolge eines Unternehmens geregelt werden muss. Die Anwaltskanzlei Konny Brauns in Haan berĂ€t Sie gerne bei allen Fragen rund um das Erbrecht. Kontaktieren Sie uns gerne fĂŒr eine Erstberatung.

Jetzt Erstberatung buchen

FAQ: Wissenswertes, Fragen und Antworten zum Thema

Was ist ein Testament?

Das ist eine letztwillige VerfĂŒgung, mit der die Verteilung des Nachlasses geregelt wird.

Was kann in einem Testament geregelt werden?

Darin können neben der Verteilung des Nachlasses auch weitere Anordnungen getroffen werden, z.B. die Benennung eines Testamentsvollstreckers oder die Anordnung von VermÀchtnissen.

Ist ein handschriftliches Testament genauso wirksam wie ein notarielles?

Ja, ein handschriftliche letztwillige VerfĂŒgung ist genauso wirksam wie ein notarielles Testament, wenn die Formalien erfĂŒllt sind.

Kann ein Testament widerrufen werden?

Eine ErbverfĂŒgung kann jederzeit widerrufen oder geĂ€ndert werden, solange die TestierfĂ€higkeit des Verfassers gegeben ist.

Was passiert, wenn kein Testament vorliegt?

Wenn keine ErbverfĂŒgung vorliegt, tritt die gesetzliche Erbfolge nach der Rangordnung der Erben in Kraft. In vielen FĂ€llen entspricht dies nicht dem, was der Erblasser gewollt hĂ€tte. Nur mit einer ErbverfĂŒgung können Sie sicherstellen, dass Ihr Vermögen nach Ihrem Tod gemĂ€ĂŸ Ihren WĂŒnschen verteilt wird.

Was passiert, wenn das Testament unwirksam ist?

Wenn die ErbverfĂŒgung unwirksam ist, z.B. weil es nicht den formalen Anforderungen entspricht oder der Testator zum Zeitpunkt der Errichtung nicht testierfĂ€hig war, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.

Was ist ein Erbvertrag?

Ein Erbvertrag ist eine notariell beurkundete Vereinbarung zwischen dem Erblasser und einem oder mehreren Erben, die nur mit Zustimmung aller Vertragsparteien geÀndert oder unter bestimmten UmstÀnden widerrufen werden kann.

Wie können Streitigkeiten im Erbrecht gelöst werden?

Erbrechtliche Streitigkeiten können durch außergerichtliche Einigungen oder gerichtliche Verfahren gelöst werden. Eine anwaltliche UnterstĂŒtzung kann hierbei hilfreich sein.

Jetzt Termin online reservieren
➔